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die pläne des herrn
landeshauptmann und die presseerklärung
juli 2002
der stand märz
2003
mehr dazu auf www.agora.at
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Am 03.07.02 bekräftigt LH
Haider seine Forderung nach Einstellung des Radiokooperationsprojektes
„Radio dva“ in der Kärntner Woche: Zitat: „...Ich lasse mir nicht
von irgendwelchen abgewählten Vorsitzenden der slowenischen
Organisationen, wie Herrn Vouk, der seinen Frust dadurch aktiviert, daß
er seiner eigenen Volksgruppe schadet, vorschreiben, daß ich über 360
Ortstafeln verhandeln soll. Sogar Sadovnik und Sturm geraten massiv unter
Druck, weil sie verhandeln wollen. In Kärnten muß es jetzt möglich
sein, diesen Radikalinskis das Handwerk zu legen. Und wenn Ihnen das
Handwerk gelegt ist, werden wir auch Ergebnisse erzielen. [Frage Kärntner
Woche] Wie wollen Sie ihnen das Handwerk legen? [Antwort Haider] Den
ersten Schritt habe ich schon gesetzt, indem ich das „Radio dva“
abdrehe!.....“
Presseerklärung
Die beiden privaten Betreiber Radio AGORA und Radio dva GmbH, die das
gemeinsame zwölfstündige slowenischsprachige Programm "Radio
dva" gestalten und auf ihrer Frequenz ausstrahlen, zeigen - unterstützt
von den Vertretern der Slowenenverbände Marjan Sturm und Bernard Sadovnik
- kein Verständnis für die Kriminalisierungsversuche von LH Haider
hinsichtlich der Verwendung ihrer finanziellen Mittel. Die Wortwahl des
Landeshauptmannes "...indem ich das "Radio dva"
abdrehe..." ( Kärntner Woche 26/02 ) erweckt den Eindruck, dass die
Existenz von privaten kommerziellen wie nichtkommerziellen Radios vom Gutdünken
des Landeshauptmannes abhänge und er schon morgen, falls es ihm oportun
erschiene, das Antenne Radio abschaffen könne. Nun fällt die Zuständigkeit
in Rundfunkbelangen weder in den Kompentenzbereich eines Landeshauptmannes
(das Privatradiogesetz ist ein
Bundesgesetz) noch handelt es sich bei den erwähnten 1,3 Mio Euro um das
Geld des Landeshauptmannes bzw. um Landesgelder. Im Unterschied zu anderen
Bundesländern w.z.B. Burgenland oder Wien beteiligte sich das Land Kärnten
nie an der Finanzierung des Volksgruppenradioprogramms. Trotzdem durfte
sich Landeshauptmann Haider bisher mit seiner minderheitenfreundlichen
Medienpolitik schmücken und machte davon vor allem auf europäischer
Ebene in einer Hochglanzbroschüre explizit Gebrauch.
Seine Aussage "Die Betreiber sind nicht in der Lage Abrechnungen
vorzulegen, weil keine Rechnungen existieren" ist falsch. Sie ist der
Versuch, mittels einer Unterstellung ein fortschrittliches und besonders
sparsames Medienprojekt, dass sowohl der Mehrheits- als auch der
Minderheitsbevölkerung in Kärnten zugute kommt, zu Fall zu bringen.
Gleichzeitig wird damit die neue ORF Führung in Mißkredit gebracht. Mit
den vielzitierten 1,3 Mio Euro wurde über sechzehn Monate ein 24 stündiges
Programm zu einem durchschnittlichen Stundenssatz von 112,--Euro
produziert und gesendet. Es fällt selbst Laien nicht schwer
festzustellen, dass in Kostenrelation zu einem 24 stündigen ORF -
Programm weder von "sündteuer" noch "sinnlos [...]
verjuxen" (Kronen Zeitung 25.07.02) gesprochen werden kann. Die
Zusammenarbeit der beiden privaten Betreiber mit dem ORF erfolgte auf
Basis der abgeschlossenen Verträge, die auftragsgemäß erfüllt wurden.
Eine Richtigstellung, müßte auch der ORF Führung ein Anliegen sein. Sie
dürfte ihr nicht schwer fallen.
Klagenfurt/Celovec, 03.07.2002
Lojze Wieser, e.h Obmann Radio AGORA
Marjan Pipp, e.h. Geschäftsführer Radio dva GmbH
Bernard Sadovnik,e.h. Obmann NSKS
Marjan Sturm, e.h. Obmann ZSO
wieder auffi
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