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die kleinen freuden
des lebens von christian berger
ah, interessant. sie schauen hier rein. lesen ein Stück. wollen sich
informieren? hier solls um medien gehen, hin und her, gegen den strich.
kenne ich sie? wissen sie was von mir? nein. wie wollen sie dann wissen,
dass das was sie hier im weiteren lesen in irgend einer form gültigkeit
hat? ach, das entscheiden sie. stimmt. wenn sie bis hierher gelesen haben,
dann interessiert sie vielleicht wirklich, was ich oder andere menschen
hier schreiben (das können sie nicht wissen, deshalb schreib ich's
auf: soeben hatte ich noch "denken" geschrieben, es aber rasch wieder
korrigiert. denn, was ich denke, wissen sie auch nicht, wenn ich hier
etwas schreibe Ð sie können's höchstens vermuten. manche
sagen dazu auch "glauben").
gut, für sie mach ich mir die mühe weiterzuschreiben. ich schreib
Ihnen auch noch auf, was mich freuen würde: wenn sie diesen und die
anderen beiträge gelesen haben und nachher viele, viele fragen in
ihrem kopf auftauchen. wenn ihnen das fernsehen, zeitunglesen und internetsurfen
ohne weitere fragen mühe macht. das würde mich freuen. echt.
wenn Sie sich dann auch noch bitte fragen würden: wieso ist es möglich,
dass es in österreich nur 16 Tageszeitungen gibt, während es
in der schweiz oder in finnland zwischen 80 und 100 sind? wieso spielt
es in den vielen radios in österreich immer die gleiche musik und
warum höre ich da kaum jemanden länger als 1,5 Minuten reden?
kann ich denn in 1,5 minuten irgendetwas näher erklären?
fragen sie sich doch: wie kann ich den kindern ermöglichen, dass
sie sich artikulieren können? wie kann es den Kindern möglich
werden, ihre eigenen ideen, ihre gedanken, ihre vorstellungen, ihre probleme,
ihr wissen, ihre lösungen, ihre überlegungen, ihren spass, ihren
alltag und sich selbst anderen menschen mitzuteilen?
warum mir das freude machen würde? weil es dann eine lebendigere,
diskussionsfreudigere, nachdenklichere, lustigere und vor allem vielfältigere
medienlandschaft geben würde.
und vor allem würde ich mich darüber freuen, wenn es politisch
Ð bewußtere menschen gäbe, die nicht nur konsumieren, sondern
sich artikulieren. menschen, die medien nicht als werbungsträger
und ware sondern als kommunikationsplattform erkennen und nutzen.
ein paar antworten mit auf den weg: die medien bestimmen nicht über
unsere gesellschaft, sie beeinflussen sie jedoch massivst. die kinder
werden nicht durch all die bösen Medien aggressiv, die medien verstärken
jedoch die (IR-) realitäten der Kinder. aber es ist einfacher, die
medien schuldig zu sprechen, als das zusammenleben zu verändern.
Es ist leichter zu sagen: "kinder schauts nicht so viel fern" Ð als den
kindern eine lebenswürdige und Ðwerte umwelt zu schaffen.
es ist leichter die "Krone" zu kaufen, als eine vielfältigere medienlandschaft
zu schaffen. so ist es für regierungen auch leichter eine marktkonforme
und ausschließlich kapitalorientierte medienlandschaft zuzulassen
als eine offene, auch den bürgern dienliche, soziale und gesellschaftlich
orientierte medienpolitik zu machen.
möglich wäre selbstverständlich auch die medienvielfalt
zu fordern und zu fördern. dazu könnten sie als bürgerIn
beitragen.
wieder auffi
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